Angebot

Welpen/Junghunde

Ziel der Welpengruppe (ab 8 Wochen) ist es, unter Ausnutzung der Sozialisierungs bzw. Prägungsphase (die je nach Hund im Alter von 12 bis 16 Wochen beendet ist) und auch darüber hinaus, den Welpen bestmöglichst auf sein späteres Leben vorzubereiten. Schüchterne Welpen sollen aufgebaut werden; kleine Draufgänger lernen, wenn nötig, ihre Grenzen kennen. Im Spiel mit anderen möglichst gleichaltrigen Welpen und auch mit zuverlässigen erwachsenen Hunden lernt er angemessenen Umgang mit Artgenossen.

Weiterhin wird dem Menschen gezeigt, wie sich durch artgerechten Umgang mit dem Hund schnell eine sichere Bindung (Grundstein für jede weitere Erziehung) aufbauen lässt. Erste kurze Übungen wie das Herankommen, Sitz oder Platz werden spielerisch, ohne unnötigen Druck auf den Welpen auszuüben, durchgeführt. Spätestens im Alter von 5-6 Monaten erfolgt der Übergang in die Junghundgruppe. Auch hier wird den jungen Hunden viel Raum für das gemeinsame Spiel gelassen. Gleichzeitig wird aber der Anteil der Erziehungsübungen erhöht und der Grundgehorsam weiter ausgebaut.

Erziehung zum Begleithund

Wer mit seinem Hund aktiv Hundesport betreiben und auch an Turnieren teilnehmen will, muss zuvor die Begleithundeprüfung bestehen. Aber auch wer nicht auf eine Karriere im Hundesport aus ist, erhält auf unserem Hundeplatz Hilfestellung bei der Ausbildung seines Vierbeiners zum Begleithund. Ziel der Prüfung ist es, den zuverlässigen Grundgehorsam des Hundes zu zeigen. Der erste Prüfungsteil beinhaltet die Unterordnung auf dem Hundeplatz, die nach einem festen Schema gezeigt wird.

Die wichtigsten Elemente sind das Gehen bei Fuss mit und ohne Leine, Sitz, Platz, zügiges Kommen auf Ruf und das Ablegen unter Ablenkung. Im zweiten Teil, dem sogenannten Straßenteil, stellt der Hund seine Umweltverträglichkeit anhand von meist simulierten Alltagssituationen (Jogger, Radfahrer, Begegnungen mit anderen Hunden, Verhalten im Straßenverkehr etc.) unter Beweis. Wer als Hundeführer zum ersten Mal an einer BH teilnimmt, muss sich zuvor einer schriftlichen Sachkundeprüfung unterziehen.

Agility

Was im Pferdesport das Springreiten ist, heißt im Hundesport Agility. Es geht hierbei darum, den Hund in möglichst kurzer Zeit und fehlerfrei über einen Hindernisparcours zu führen. Bei den Hindernissen unterscheidet man zwischen Sprungelementen (Hürden, Reifen Weitsprung), Kontaktzonengeräten (A-Wand, Laufbalken, Wippe) sowie verschiedenen Tunneln, dem Tisch und dem Slalom. Auf Turnieren wird in 3 Größenklassen (<35cm; 35-43cm; >43cm) und mehreren Prüfungsklassen (A1, A2, A3, Senioren) gestartet. Der Schwierigkeitsgrad des Parcours nimmt von A1 nach A3 zu. Zum Aufstieg in eine höhere Prüfungsklasse sind fehlerfreie Läufe und möglichst auch eine Platzierung auf mindestens drei Turnieren nötig. Als Fehler zählen: Abwurf von Stangen bei den Hürden, Auslassen von Slalomstangen, Überspringen der Kontaktzonen, Verweigerungen, Überschreiten der vorgegebenen Zeit. Einige Fehler (u.a. falsche Reihenfolge; keine Korrektur von Verweigerungen; 3 Verweigerungen; Hindernis auslassen; Überschreiten der Maximalzeit) führen direkt zur Disqualifikation. Trotz allen Ergeizes und des recht komplizierten Agility-Regelwerks darf eines aber nicht vergessen werden: Agility soll in erster Linie Spaß machen, und zwar Hund wie Mensch.

Turnierhundsport

Hierzu könnte man auch Leichtathletik mit dem Hund sagen, zumindest braucht man für Turniererfolge eine sehr gute Kondition. Ansonsten kann dieser Sport von fast jedem betrieben werden, da viele verschiedene Disziplinen angeboten werden und das Starterfeld in Altersklassen (der Hundeführer), getrennt nach Frauen und Männern, eingeteilt wird. Aber auch mit weniger sportlichen Ambitionen bietet das Training dem Hund Abwechslung und viel Spaß. Beim Geländelauf wird der Hund an einer maximal 2m langen Leine geführt. Angebotene Streckenlängen sind 1000, 2000 und 5000m.

Wie der Name schon sagt, besteht der Vierkampf aus 4 Einzeldisziplinen. Am Anfang steht die Unterordnung (ähnlich einer BH), danach folgen die drei Laufdisziplinen Hindernislauf, Hürdenlauf und Slalom. Der Slalom ist nicht mit dem Slalom aus dem Agility zu vergleichen, vielmehr mit dem Skifahren: 7 Tore, die in einem Zickzackkurs angeordnet sind müssen mit Hund durchlaufen werden - es geht um die schnellste Laufzeit, ohne dass der Hund ein Tor auslässt. Sind Mensch und Hund ein Team, bereitet dieser keine Probleme.

Die Hindernisbahn ist 75m lang und enthält 8 verschieden Hindernisse (2 Hürden, A-Wand, Tunnel, Laufsteg, Tonne, Reifen, Hoch-Weit-Sprung). Zu guter Letzt der Hürdenlauf: auf einer 60m - 80m langen Strecke stehen vier bis sechs Hürden, die Hund und Hundeführer überspringen müssen. Wichtig dabei ist, dass er sich im Gegensatz zum Hindernislauf im "Fuss", also auf Kniehöhe des Menschen, befinden muss. Der Hindernislauf kann auch als Einzeldisziplin im Turnier angeboten werden. Bei allen Läufen wird die Zeit gemessen und eventuelle Fehler als Strafsekunden addiert.

Spezielle Wettbewerbe sind der K.O.-Cup und die Mannschaftsläufe Shorty und CSC (Combination-Speed-Cup); diese sind oft der Höhepunkt eines Turniers.

Obedience

ist eine in Deutschland relativ neue Hundesportart bei der der Hund verschiedene Gehorsamsübungen erlernt, u.a. Sitz, Platz, Steh, Fuß, verschiedene Apportierübungen, still stehen und von einer fremden Person anfassen lassen, Heraussuchen eines vom Besitzer berührten Holzes unter neutral riechenden Hölzern, Voraussenden in ein markiertes Quadrat. Besonderen Wert wird auf sehr exakte Ausführung der Übungen und ein freudiges Arbeiten des Hundes gelegt. Beim Training werden die einzelnen Übungen in kleine Teilübungen zerlegt, diese werden dann ganz viel geübt und wenn sie korrekt klappen wieder zur Gesamtübung zusammengesetzt. Damit der Hund freudig mitmacht, wird ausschließlich mit positiver Verstärkung in Form von Futter und Spielen als Belohnung gearbeitet.

Obedience eignet sich gut dazu aktive Hunde, die viel beschäftigt werden wollen, auszulasten. Durch seine abwechslungsreichen, zum Teil sehr anspruchsvollen Übungen wird es nie langweilig. Wir trainieren einmal in der Woche zusammen auf dem Hundeplatz, um Erfolge zu sehen muss man aber auch fleißig zuhause üben. Mit Obedience kann man schon im Welpenalter beginnen und dann, da es körperlich nicht sehr anspruchsvoll ist, bis ins Seniorenalter ausüben.